Geocaching & Co. – Gemeinsame Schatzsuche in Wald und Innenstadt

Fast überall sind kleine Schätze – die Caches – versteckt und warten darauf gefunden zu werden! Ihr braucht nur ein Smartphone, Zugang zu einem Listing und etwas Geduld, um gewöhnliche Aktivitäten mit den Kindern um eine abenteuerliche Schatzsuche zu ergänzen. Doch was genau ist Geocaching, und warum ist es super für Väter und ihre Kinder? In diesem Beitrag erfährst du alles Wichtige rund um dieses spannende Hobby – mit all seinen Vor- und Nachteilen.

Was ist Geocaching?

Geocaching ist eine Art moderne Schatzsuche, die mit GPS-Koordinaten funktioniert. Über eine App oder ein GPS-Gerät erhalten Geocacher Hinweise zu versteckten „Schätzen“, den sogenannten Caches. Diese können überall versteckt sein – in Parks, Wäldern, Städten oder sogar unter Wasser. Die Caches bestehen meist aus kleinen wasserdichten Behältern, in denen sich ein Logbuch und manchmal kleine Tauschgegenstände befinden. Ziel ist es, den Cache zu finden, sich im Logbuch einzutragen und den Fund online zu dokumentieren.

Links:
www.geocaching.com – Offizielle Seite von Groundspeak Inc.
www.opencaching.de – Alternatives Listing von Caches

Darum eignet sich Geocaching besonders für Väter und Kinder!

1. Gemeinsame Zeit in der Natur

Viele Väter wünschen sich, mehr Zeit mit ihren Kindern draußen zu verbringen. (Falls du noch nicht dazu gehörst, lies Mit Kindern draußen sein rockt!) Geocaching ist eine perfekte Gelegenheit, gemeinsam frische Luft zu schnappen, Wälder zu erkunden und spielerisch die Natur zu erleben. Kinder lieben Abenteuer – und nichts ist spannender, als auf Schatzsuche zu gehen!

2. Lernen und Entdecken

Beim Geocaching lernen Kinder nebenbei viele neue Dinge. Sie verbessern ihr Orientierungsvermögen, lernen Karten zu lesen und entdecken spannende Orte, die sie sonst vielleicht nie besucht hätten. Manche Caches geben zudem Rätsel (Mystery Caches) oder interessante Hintergrundinformationen über die Umgebung (Earth Caches) mit auf den Weg.

3. Teamwork und Problemlösung

Die Suche nach einem Cache erfordert oft Kreativität und Geschick – aber manchmal auch ein wenig Frustrationstoleranz. Gemeinsam als Team nach Lösungen zu suchen, stärkt die Beziehung zwischen Vater und Kind. Die Kinder lernen, dass es verschiedene Wege gibt, ein Problem zu lösen, und dass Durchhaltevermögen oft zum Ziel führt.

4. Bewegung und Abenteuer

Geocaching ist eine tolle Möglichkeit, Bewegung in den Alltag zu integrieren. Statt drinnen zu sitzen, können Väter mit ihren Kindern aktiv werden – sei es beim Wandern, Klettern oder Erkunden unbekannter Gegenden. Besonders für Kinder, die sich schwer motivieren lassen, ist die Schatzsuche ein großer Anreiz, raus zu gehen.

5. Günstiges Hobby mit wenig Ausrüstung

Für Geocaching brauchst du keine teure Ausrüstung. Ein Smartphone mit GPS-Funktion und eine kostenlose Geocaching-App reichen für den Einstieg völlig aus. Falls du dich intensiver mit dem Hobby beschäftigen möchtest, kannst du später mehr investieren – zum Beispiel in ein GPS-Gerät oder einen Premium Account.

6. Tolle Community

Gerade in Höxter gibt es eine sehr aktive Community, die sich auch regelmäßig trifft. Dazu gibt es sogenannte Event Caches, bei denen man nichts suchen muss – dabei sein ist alles! Eine andere Art mit anderen Cachern etwas gemeinsam zu machen sind CITO Events. CITO steht für „Cache in Trash Out“ und bei solchen Veranstaltungen sammelt ihr gemeinsam Müll und tut dabei noch etwas Gutes.

Foto von Juliane Liebermann auf Unsplash

Herausforderungen

Wie bei jedem Hobby gibt es auch beim Geocaching einige Dinge die du beachten solltest, um die Erfahrung für alle Beteiligten positiv zu gestalten:

1. Schwieriges Gelände

Nicht jeder Cache ist einfach zu erreichen. Manche liegen an schwer zugänglichen Orten, in dichten Wäldern oder sogar auf Berggipfeln. Wenn du mit kleinen Kindern unterwegs bist, ist es wichtig, altersgerechte Caches auszuwählen und auf die Sicherheitsaspekte zu achten. In der Regel gibt die Terrain-Wertung eines Caches Auskunft darüber, ob er für die Suche mit Kindern passt. Ein Cache in der einfachsten Kategorie (T1) kann in der Regel sogar von Rollstuhlfahrer*innen geborgen werden. Die schwierigsten Caches (T5) erfordern manchmal sogar eine Kletterausrüstung oder ein Boot.

2. Frust bei erfolgloser Suche

Manche Caches sind wirklich gut versteckt! Gerade Anfänger können sich an schwierigen Verstecken die Zähne ausbeißen. Wenn Kinder zu lange suchen müssen, kann es passieren, dass sie die Lust verlieren. Schau dir deshalb im Vorfeld die Schwierigkeit der Caches an und wähle für den Anfang einfachere Verstecke aus. Auch die Schwierigkeit wird auf einer Skala von 1 bis 5 angegeben. Das heißt aber nicht, dass man einen Cache mit leichter Schwierigkeit (D1) immer sofort findet…

3. Achtsamer Umgang mit der Natur

Achte beim Geocaching in der Natur immer darauf, keine Pflanzen zu beschädigen, Tiere nicht zu stören und keinen Müll zu hinterlassen. Kindern kannst du auf diese Weise ein verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt vermitteln.

3. Achtung Muggel!

Insbesondere beim Cachen in der Stadt ist wichtig, sich nicht beim Suchen und Finden beobachten zu lassen. In Anlehnung an die Harry Potter Romane werden Nicht-Cacher Muggel genannt. Macht ihr neugierige Muggel durch euer Verhalten auf Verstecke aufmerksam, besteht die Gefahr, dass Schatzbehälter zerstört oder weggeworfen werden. Daher bietet Geocaching dir eine gute Gelegenheit mit den Kindern Heimlichkeit-Fertigkeiten zu üben.

4. Datenschutz und Sicherheit

Da Geocaching auf GPS-Daten basiert, gibt man automatisch Standortinformationen preis. Achte daher darauf, welche Daten du in der Geocaching-App veröffentlichst und klär deine Kinder über Datenschutz im Internet auf. Zudem ist es ratsam, Caches nur in sicheren Gegenden zu suchen und deine Kinder nicht unbeaufsichtigt auf die Suche gehen zu lassen.

Welche Geoaching-App ist die Beste?

Hier muss zunächst zwischen Anbieter und App unterschieden werden. Die mit Abstand größte Plattform ist geocaching.com des Anbieters Groundspeak Inc. Zwar gibt es auch ein paar weitere Listings, z.B. opencaching.de, aber die Auswahl an Caches ist deutlich geringer. Zudem kann die Groundspeak-Plattform kostenlos genutzt werden. Dabei werden zwar nicht alle Caches gelistet, aber um zu schauen, ob Geocaching was für die Kinder ist, gibt es auf jeden Fall genug Auswahl.

Auf die Daten von geocaching.com kann man mit unterschiedlichen Apps zugreifen. Die meistgenutzten dürften die offizielle App von Groundspeak (Android & iOS) und die Open Source App c:geo (nur Android) sein, die du beide im App Store deines Betriebssystems findest. Beide Apps erlauben dir das Navigieren zu Caches in der Nähe und auch das direkte Loggen. Geocaching mit App und Smartphone ist sicherlich die flexibelste Art auf Schatzsuche zu gehen, da du dein Telefon ohnehin immer dabei hast.

Wenn du es rustikaler magst, kannst du auch die Cache Daten auf ein GPS-Gerät laden und den Log später zuhause eintragen. In diesem Fall benötigt man überhaupt keine App, aber natürlich ein GPS-Gerät. Nachteil ist, dass Cachen hier etwas Vorbereitung benötigt. Einfach zehn Minuten Leerlauf nutzen um zu schauen, ob es in der Nähe einen Cache gibt, ist so nicht möglich.

Fazit

Geocaching ist eine spannende Möglichkeit, mit Kindern Zeit in der Natur zu verbringen, gemeinsame Abenteuer zu erleben und spielerisch Neues zu entdecken. Es bietet Bewegung, fördert das Denken und stärkt die Bindung zwischen Vater und Kind. Wenn du einmal Feuer gefangen hast, wirst du schnell feststellen, dass Geocaching weit mehr als nur ein Hobby sein kann – nämlich eine echte Leidenschaft, die Generationen verbindet.

Also, worauf wartest du noch? Schnapp dir dein Kind, dein Smartphone und begib dich auf Schatzsuche!

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