Im Wisentgehege in Hardehausen kann man neben den offensichtlich vorhandenen Wisenten auch Rotwild, Tarpane und Wildschweine bewundern. Mehrere Wanderwege lassen Ausflüge in unterschiedlicher Intensität zu. Ich war am Wochenende mit der Familie dort und berichte wie es war.
Für die Anfahrt gibt es mehrere Möglichkeiten, wir sind von Norden über Hardehausen gekommen und haben den ersten Parkplatz genommen. Für Familien mit Kinderwagen ist es aber besser den zweiten Parkplatz am Landgasthof Varlemann zu nehmen. Bitte beachtet, dass die Navigation mit Google in Hardehausen nur eingeschränkt funktioniert, da Google die Wanderwege an den Gehegen und das Gelände des ehemaligen Klosters in Hardehausen als befahrbare Straßen einordnet.

Wir hatten uns im Vorfeld für den „Wisentweg West“ um das nördliche Gehege herum entschieden und sind den Weg auch gegangen. Dieser Weg ist definitiv nicht für Kinderwagen geeignet! Es war zwar eine gute Wanderung, hat aber einige Zeit gedauert, bis wir tatsächlich Tiere gesehen haben – erst als wir das Gehege schon zu drei Vierteln umrundet hatten.
Die Flachland-Wisente und das weiße Rotwild waren relativ nah beieinander, aber an das weiße Rotwild kamen wir nicht nah genug heran um ein schönes Foto machen zu können. Die nächste Attraktion war der Wisentturm, der selbst eine interessante Architektur hat und eine wunderschöne Aussicht bietet. Direkt neben dem Turm ist ein zentral gelegener Spielplatz mit einem Wisent-Klettergerüst und ein paar weiteren Spielgeräten. Im Sommer kann man hier bestimmt sehr schön Pause machen.
Wir sind den zentralen Weg auf der östlichen Seite zurück zum Auto, so dass wir die restlichen Tiere auch noch sehen konnten. Mit den Bergwisenten hatten wir etwas Glück, dass sie halbwegs am Weg lagerten und wir sie aus nicht allzu großer Entfernung beobachten konnten. Highlight waren jedoch die Tarpane, die sehr zutraulich waren und sich sogar streicheln ließen. Auch die Wildschweine hielten sich nah am Weg auf und waren gut zu beobachten. Ein paar Jährlinge waren neugierig und kamen sogar fast bis zum Zaun.
Zurück am Parkplatz hatte die ganze Tour dann ca. zwei Stunden gedauert. Da wir von Norden kamen, wäre ein Abstecher zum Hammerhof und dem dortigen Café zu weit gewesen, so dass wir abschließend noch mit dem Auto zum anderen Ende des Tals gefahren sind. Glücklicherweise konnten wir gerade noch das letzte Stück Kuchen ergattern – es war schon später Nachmittag geworden. Insgesamt war es ein schöner Sonntagsausflug!




Hinterher ist man immer schlauer, daher hier ein paar Empfehlungen für Nachahmer:
- Wenn ihr von Norden kommt, nehmt den zweiten Parkplatz, falls ihr mit Kinderwagen unterwegs seid.
- Die beiden Wisentwege sind längere Touren. Wenn ihr nur die Tiere sehen wollt, reicht es den Rundweg zwischen den beiden Gehegen zu nehmen. Eventuell müsst ihr für das weiße Rotwild einen kleinen Abstecher machen. Hier sind auch alle Wege geteert, so dass Kinderwagen kein Problem sind.
- Auch die Tour vom Hammerhof zu den Wisentgehegen und wieder zurück scheint mit Kindern machbar.
Informationen zur Geschichte des Geheges und zu den einzelnen Tieren findet ihr hier: Wald und Holz NRW – Wisentgehege Hardehausen
Schreibt doch eure Erfahrungen mit Wanderungen bei den Wisenten in Hardehausen in die Kommentare!