Draußen spielen ist gesund. Das ist irgendwie allen klar. Aber warum genau solltet ihr mit euren Kindern viel Zeit in der Natur verbringen? Hier ein paar schlagkräftige Argumente ohne Anspruch auf Vollständigkeit!
Fit durch Bewegung
Viel körperliche Bewegung ist auf so vielen Ebenen vorteilhaft, dass es sich kaum lohnt, das alles aufzuzählen. Je mehr Bewegung desto besser!
Natürlich können sich Kinder auch in der Wohnung oder der Sporthalle bewegen, aber draußen ist in der Regel mehr Platz, so dass die Umgebung zwanglos zu mehr Bewegung einlädt: unterschiedliche Untergründe, Steigungen, Klettermöglichkeiten (egal ob auf dem Spielplatz oder im Wald). Viele Aktivitäten machen nur draußen Sinn und Spaß, z.B. Ballspiele oder Seifenblasen.
Außerdem ist die Chance gut, dass Ihr euch mitbewegt, wenn ihr mit den Kids rausgeht. Dann haben gleich zwei was davon!
Sonnenlicht (in Maßen) ist gesund
Auch wenn Hautkrebs eine reale, langfristige Gefahr des Aufenthalts in der Sonne ist, sind laut dem Arzt Nathaniel Mead die gesundheitlichen Gefahren durch einen Mangel an Vitamin D insgesamt höher einzuschätzen. Vitamin D wird durch UV-Strahlung in der Haut gebildet und in der Leber verstoffwechselt. Über die Nahrung ist Vitamin D nur schwer zu bekommen, so dass draußen zu sein die wichtigste natürliche Quelle für Vitamin D ist, das für das Knochenwachstum und viele andere körperliche Funktionen notwendig ist. Neben der Erzeugung von Vitamin D kann Sonnenlicht auch Endorphine ausschütten, uns vor Stress schützen und das Risiko für Auto-Immunerkrankungen senken.
Also, Tageslicht ist grundsätzlich gesund, aber nicht übertreiben und auf ausreichenden Sonnenschutz – je nach aktuellem UV-Index – achten!
Schutz vor Kurzsichtigkeit
Es gibt empirische Hinweise dafür, dass bereits weniger als eine Stunde an der frischen Luft die Wahrscheinlichkeit kurzsichtig zu werden signifikant senkt. In einer groß angelegten Studie haben chinesische Forscher herausgefunden, dass Kinder, die täglich im Rahmen der Stundenplans 40 Minuten draußen spielen und zudem von ihren Eltern auch in der Freizeit aufgefordert draußen zu spielen werden, ein deutlich reduziertes Risiko haben, kurzsichtig zu werden.
Ursache für Kurzsichtigkeit ist ein zu schnelles oder zu starkes Wachstum des Augapfels. Der Aufenthalt im Freien, d.h. Tageslicht und in-die-Ferne-Sehen, hemmt das Augapfelwachstum. Daher empfiehlt der Bundesverband der Augenärzte in Deutschland: „Geht raus zum Spielen!“ – und zwar mindestens zwei Stunden am Tag.
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